Freitag, Juli 03, 2009
Donnerstag, Mai 28, 2009
Die Wallfahrtskirche "Maria Hilf" in Haslen / AI
Haslen, wegen seiner sonnigen Lage auch die "Reviera von Appenzell" genannt, ist schon seit mehr als dreihundert Jahren ein beliebter Wallfahrtsort zu "Unserer lieben Frau Maria Hilf".Der Grundstein zur ersten Kirche wurde am 14. April 1649 gelegt. Kaplan Paul Ulmann und Kapuzinerpater Basilius Tanner in Appenzell haben entscheidend dazu beigetragen, dass es zum Bau dieser Kirche kam. Am 10. September 1657 wurde sie von Georg Schmid, Weihbischof von Konstanz, unter dem Titel "Maria, Hilfe der Christen" feierlich eingweiht.
Dieses erste Gotteshaus ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts baufällig geworden und vermochte den Anforderungen der wachsenden Gemeinde nicht mehr zu genügen. Es wurde, mit Ausnahme des Turmes, abgerissen. An gleicher Stelle wurde 1901 unter der Leitung von Architekt August Hardegger mit dem Bau der heutigen Kirche in neuromanischem Stil begonnen. Augustin Egger, Bischof von St. Gallen, hat sie am 7. Juni 1905 eingeweiht und sie wiederum unter den Schutz von "Maria, Hilfe der Christen" gestellt.
In den Jahren 1995/96 wurde der Innenraum der Kirche einer gründlichen Restauration unterzogen und am 1. September 1996 vom päpstlichen Nuntius in Bern, Erzbischof Josef Rauber, in einem Festgottesdienst und der Weihe des neuen Volksaltars ihrer liturgischen Bestimmung neu übergeben.
Das Gnadenbild "Maria Hilf"
Seit den ersten christlichen Jahrhunderten wurde Maria, die Mutter des Herrn, vor allem in den Zeiten der Verfolgung und Not, unter dem Titel "Maria, Hilfe der Christen" angerufen und oft genug als mächtige Fürsprecherin erfahren.
Schon zur Zeit Jesu war sie immer dort gegenwärtig, wo Menschen in Not waren: bei der Hochzeit zu Kana, da dem Hochzeitspaar der Wein ausging und sie Jesus um Hilfe bat, aber auch unter dem Kreuz des Herrn, da sie als Mutter zu ihrem Sohn in Treue stand. "Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich" (Joh. 19, 26-27).
Eine der kostbarsten Darstellungen von "Maria Hilf" ist das Ölgemälde des berühmten Künstlers Lucas Cranach (1472-1553) in der Bischofskirche St. Jakob in Innsbruck. Davon entstand 1618 eine erste Kopie für die Maria Hilfe-Kirche in Passau, um von dort aus in immer neuen Kopien europaweit Verbreitung zu finden.
Das Gnadenbild "Maria Hilf" in Haslen / AI
Das Gnadenbild "Maria Hilf" in der Wallfahrtskirche Haslen, auch es eine Kopie des Passauer Gemäldes, wurde am 12. Oktober 1649 in feierlicher Prozession von Appenzell in das damals neuerbaute Gotteshaus getragen.Im Jahre 1992 erhielt es durch Erhard Ressel, ein erfahrener Restaurator in Fischingen TG, eine erstklassige Gesamtrestaurierung, die uns nach Freilegung verschiedener Übermalungen, das Gemälde im Original zurückschenkte. Dominikus Löpfe, OSB, der unteressen verstorbene Abt von Muri-Gries, weihte am dritten Adventsonntag 1992 das in neuem Glanz erstrahlende Gnadenbild feierlich ein.
Gott allein weiß, wie viele unzählige Pilgerinnen und Pilger im Verlauf der Jahrhunderte vor diesem Gnadenbild gebetet und Kraft, Trost und Hilfe in ihren Sorgen und Nöten erhalten haben. Für sie alle hat sich das Wort der Schrift bewahrheitet: "Wer mich findet, findet das Leben und schöpft das Heil vom Herrn." (Spr. 8, 35)
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Montag, August 11, 2008
Das Kloster St. Ottilia, Grimmenstein

Das Kapuzinerinnenkloster St. Ottilia Grimmenstein liegt in einer Mulde am nordöstlichen Hang des hügeligen Appenzeller Vorderlandes, 250 m über St. Margrethen an der Nordostecke der Schweiz. Es ist eine Exklave Innerrhodens im Gebiet der Außerrhoder Gemeinde Walzenhausen.
Der dazugehörige Landwirtschaftsbetrieb samt Knechte- und Beichtigerhaus ist Außerrhoder Territorium. Am oberen Rand der Hangmulde, in der das Kloster liegt, verläuft die Straße, welche die ganze Hangterrasse von Walzenhausen durchquert und die vier Talverbindungen nach Berneck, Au, St. Margrethen und Rheineck-Thal aufnimmt. Nach Südwesten gabelt sie in die Bergverbidungen nach Lachen-Oberegg und Wolfhalden-Heiden. Von ihr aus genießt man an mancher Stelle einen prachtvollen Ausblick auf das Rheindelta, den Bodensee und das benachbarte schwäbische Ufer.
Das Kloster, unterhalb der Straßengabelung nach St. Margrethen, ist vom Tal und vom Berg her auf vielen schönen Wanderwegen erreichbar. Das Postauto St. Margrethen-Heiden hält unweit des Klosters beim Hasenbrunnen. Von der Station der Rheineck-Walzenhausen-Bahn erreicht man das Kloster auf ebenem Gehsteig in halbstündigem Fußmarsch, oder man nimmt das Postauto.
Freitag, Juni 27, 2008
Sr. M. Bernardina Ledergerber
Sr. M. Bernardina (Anna Katharina) Ledergerber, von St. Josefen, bei St. Gallen, war in St. Fiden am 23. Oktober 1801 geboren und getauft. Bereits in früher Jugend hatte sie eine außerordentliche Neigung zu Einsamkeit und Gebet. Im Kloster versah sie verschiedene Ämter mit großer Sorgfalt und treue. Schon mit 31 Jahren genoss sie so sehr das Vertrauen ihrer Mitschwestern, dass sie von ihnen zur Frau Mutter erwählt und nachher noch ein 2. und 3. Mal wiedererkoren wurde. Volle 9 Jahre, von 1832 bis 1941, war sie Mutter des Klosters, für alles besorgt, dabei ruhig und heiter, den Schwestern mit mütterlicher Liebe zugetan, sodass alle an ihr hingen.Der Herr hat seine Dienerin mit seinen heiligen Wundmalen ausgezeichnet; verschiedene Persönlichkeiten bezeugen vor Gott, sie gesehen zu haben, u. a. zwei Konventualen von Einsiedeln: der berühmte Physiker P. Athanas Tschopp und der bewährte Geistesmann P. Claudius Perrot. - Doch wertvoller als diese Wundmale waren die tiefe Demut und der kindliche Gehorsam der Dienerin Gottes. Sie betete, dass der Herr die Wundmale wieder entferne, welche sie vor der Welt auszeichnen und ihr zum Falle werden könnten. Diese beiden Tugenden kennzeichnen sie als wahre Heilige und als echte Verehrerin der Gottesmutter Maria. Als ein besonderes Unterpfand der mütterlichen Huld Marias betrachtete sie die Kopie des Gnadenbildes von Einsiedeln, welche sie vom damaligen Stiftsabt Coelestin I. Müller erhielt. Am 21. November 1834 schlug Maria im Kirchlein des Klosters ihre Gnadenstätte auf und gewährte vielen Bedrängten wunderbare Erhörung.
Sr. Bernardina starb am 10. Mai 1847 eines sanften, seligen Todes. Im Kloster vererbte sich bis zur heutigen Stunde die Auffassung, diese Schwester sei eine heiligmäßige Ordensfrau gewesen. Auch viele Außenstehende, u. a. der Visitator Abt Franziskus Fröhlicher von Fischingen, schrieben und sprachen über sie mit großer Verehrung. - Mehrere Persönlichkeiten, welche in jüngster Zeit Kenntnis nahmen von ihrem hl. Leben und ihre Schriften lasen, wünschten dringend, man möchte die Dienerin Gottes beim Volke bekannt machen. - Möge sie der Allmächtige verherrlichen und sie recht vielen Menschen von heute zum Leitstern des Lebens und zur Helferin in den vielen Nöten der Gegenwart werden lassen.
Gebet für die Verherrlichung der Dienerin Gottes
Heilige Maria! Dich hat Sr. Bernardina in kindlicher Liebe verehrt, sie hat verehrt und geliebt Deine Demut, Deinen Gehorsam, Deine makellose Reinheit, sie hat darnach verlangt, Dir in ihrem Kloster eine Wohnstätte bereiten zu dürfen, und Du hat ihr Bitten wohlgefällig erhört. - Höre nun auch mit Wohlgefallen auf unser Flehen und erlange bei Deinem göttlichen Sohne Jesus Christus, dass er seine treue Dienerin verherrlichen möge zur Ehre seines göttlichen Namens, zur Neubelebung Deiner Verehrung in den christlichen Familien, zur Erbauung und zum Troste der heutigen Menschheit. Amen. - Vater unser. Gegrüßt seist Du Maria.
Lieblingsgebet der ehrw. Sr. Bernardina
O allerseligste Jungfrau Maria, die Du alle Augenblicke stehest vor dem Throne der allerheiligsten Dreifaltigkeit und der erlaubt ist, für uns zu bitten zu aller Zeit, gedenke meiner alle Stunden bei Deinem liebsten Sohne, bitte für mich, so oft ich es bedarf, stehe mir bei, streite für mich, danke für mich, und erlange mir Verzeihung aller meiner Sünden, besonders in meiner letzten Stunde stehe mir bei; und wenn ich nicht mehr hören, nicht mehr sehen, nicht mehr reden kann, dann barmherzigste Mutter, dann stehe mir bei, tröste mich, zeige mir die gebenedeite Fruchte Deines Leibes, zeige, dass Du meine Mutter bist, meine wahre und barmherzigste Mutter,wiewohl ich Dein unwürdiges Kind bin, und führe meine arme Seele in die ewige Seligkeit, Gott mit Dir und allen Heiligen auf ewig zu loben. Amen.
Alle, die durch Sr. Bernardina Erhörung erlangt haben, werden dringend gebeten, dies dem Frauenkloster Wonnenstein, 9052 Niederteufen, mitzuteilen.
Donnerstag, Juni 12, 2008
Mittwoch, August 29, 2007
Frauenkloster Maria der Engel, Appenzell, Altarengel um 1620
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